Hygienemängel bei der Deutschen Bahn: Kupfer kann Infektionsrisiko um mehr als 40 Prozent senken
Düsseldorf, 16.12.2011 - Wo viele
Menschen zusammenkommen, können Krankheiten leichter übertragen
werden. Das gilt auch für Oberflächen, die von vielen Menschen
berührt werden. Durch indirekte Kontaktübertragung können Keime
über den "Umweg" Oberfläche von Mensch zu Mensch weitergegeben
werden. Bestes Beispiel: die Hygienemängel bei der Deutsche Bahn.
Hier wurden jetzt erhöhte Keimzahlen auf stark frequentierten
Oberflächen wie Toilettenspülknöpfen, Wasserhähnen, Türklinken,
Haltegriffen, Armlehnen, Türöffnern und Sitzplätzen von ICEs,
Intercitys und Regionalbahnen festgestellt. Dabei gibt es eine
einfache Möglichkeit, das damit verbundene Infektionsrisiko zu
senken, nämlich durch den Einsatz von antimikrobiellen
Kupferlegierungen.
Bereits 1994 hat das Hygiene-Institut der Freien Universität
Berlin bei den Berliner Verkehrsbetrieben Untersuchungen
durchgeführt, die nachgewiesen haben, dass beim Einsatz von
spezifischen Kupferlegierungen nachweislich Reduktionen der
Keimzahlen auf den Haltestangen der stark genutzten Linie 1
stattgefunden haben. Mittlerweile haben weltweit durchgeführte
Labor- und klinische Studien gezeigt, dass antimikrobielle
Kupferwerkstoffe nicht nur gefährliche Keime wie MRSA reduzieren
können, sondern auch das Infektionsrisiko um bis zu 40 Prozent
senken können.
Ein Argument, dass nicht nur im Bereich der Gesundheitsfürsorge
schlagkräftig ist, und dafür spricht, Gegenstände und Oberflächen,
die von vielen Menschen tagtäglich angefasst werden, aus
Kupferwerkstoffen zu installieren. Inzwischen gibt es bereits
zahlreiche Bauprodukte wie Klinken, Lichtschalter oder Haltegriffe
aus antimikrobiellem Kupfer und das Angebot erweitert sich
täglich.
Auch in öffentlichen Bereichen oder Transportsystemen kommt das
Material immer stärker zum Einsatz. In Chile wurde als erste von
vielen noch folgenden Metrostationen die Santiago Bueras Station
vor kurzem mit Messinghandläufen ausgestattet. Und auf dem
Flughafen Sao Paolo, Brasilien, steht der Einsatz von
antimikrobiellen Handläufen ebenfalls auf dem Plan.